Ultraschallchirurgie (Piezochirurgie) zur Nasenkorrektur

Zu groß, zu breit, zu schief – viele Menschen sind besonders kritisch, wenn sie ihre eigene Nase im Spiegel betrachten. Tausende gehen jedes Jahr soweit, sich für eine Operation zu entscheiden und die Form der Nase vom Chirurgen korrigieren zu lassen. Dafür sind bei der Nasenkorrektur sehr häufig Veränderungen an den knöchernen Strukturen des Nasenrückens und der Seitenwände erforderlich. Üblicherweise erfolgen diese Arbeitsschritte einer Nasenkorrektur mittels verschiedener Meisel, Osteotome, Raspeln und Sägen. Die Piezochirurgie (Ultraschallchirurgie) stellt ein sehr neues, modernes, minimalinvasives Operationsverfahren dar, welches als Ergänzung zu den konventionellen handgeführten oder elektrisch betriebenen, rotierenden und sägenden Chirurgie-Instrumenten zur Arbeit an den knöchernen Strukturen der Nase zu sehen ist.

Die Piezochirurgie erlaubt eine gezielte Bearbeitung von Knochen unter gleichzeitiger Schonung der umgebenden Weichgewebe (sogenannter „selective cut“). Infolgedessen kann das Risiko der Verletzung anatomischer Strukturen (Knorpel, Schleimhaut) bei korrekter Anwendung deutlich gemindert werden. Das Handstück kann mit verschiedenen Aufsätzen bestückt werden. Je nach Wahl des Aufsatzes kann so eine präzise Knochenabtragung, Knochenformung, Knochendurchtrennung (Osteotomie) oder Separation des Weichgewebes vom Knochen erfolgen. Die Piezochirurgie, wie sie bei uns am HNO-Zentrum je nach Bedarf zur Anwendung kommt, hat im Einzelfall für die Nasenchirurgie Vorteile gegenüber den herkömmlichen, Instrumenten.