Ohrmuschelplastik

Selbstbewusstsein für die Kleinen: Die Ohrmuschelplastik.

Etwa ein Baby von 2000 kommt mit abstehenden Ohren zur Welt. Verantwortlich dafür sind in der Regel die elterlichen Gene. Sie bestimmen auch, welcher Teil des Ohres das Abstehen provoziert. Fachleute messen den Winkel, in dem die Ohrmuscheln vom Kopf wegzeigen, und diagnostizieren etwa bei 30 Grad und mehr eine „Otapostasis“ – der Fachbegriff für das Abstehen der Ohren. Medizinisch gesehen - etwa für das Hörvermögen - sind diese Abweichungen von der Norm völlig unerheblich.

Vielen Betroffenen machen abstehende Ohren dennoch sehr zu schaffen, denn sie sind oft Hänseleien und Spott ausgesetzt. Im Kindergarten spielt das Aussehen in der Regel noch keine große Rolle, doch Schulkinder kennen oft keine Gnade. Wollen Eltern ihr Kind deshalb operieren lassen, empfiehlt sich als idealer Zeitpunkt - auch aus medizinischer Sicht - das letzte Vorschuljahr. Denn mit fünf, sechs Jahren wächst der Ohrknorpel kaum noch, ist aber immer noch relativ weich und gut formbar.

In der Regel werden Kinder bis zum Schulalter ambulant und in Vollnarkose operiert. Die Operation selbst dauert zwischen einer und zwei Stunden, je nach Ausgangsbefund. Unsere erfahrenen Experten haben über die Jahre eigene Techniken entwickelt, die eine Neuformung des Ohrreliefs auf schonende Art ermöglichen. Sie setzen in den meisten Fällen auf sogenannte kombinierte Naht-Schnitt-Techniken, weil man damit sehr genau auf die individuellen Gewebe- und Ohrformunterschiede eingehen kann.

Sieht man den Ohren später an, dass sie operiert wurden, gilt der Eingriff als misslungen. Auch deshalb übrigens arbeiten die meisten Chirurgen nur an der Rückseite der Ohren. So können keine sichtbaren Narben entstehen.

Erfahrungsgemäß brauchen selbst in der ersten Nacht nach der Operation nur die wenigsten kleinen Patienten ein Schmerzzäpfchen. Auch zu Komplikationen kommt es nach solchen Ohrmuschelplastiken nur selten. Sie haben Fragen? Sprechen Sie mit unseren Spezialisten!