Operationen

Operationen bei Kindern.

Manchmal geht es einfach nicht ohne eine Operation, vor allem wenn alle Formen der konservativen Therapie ausgeschöpft sind und das Kind weiter unter starken Symptomen leidet. Gerade Kinder, die häufig unter Mittelohrentzündungen und/oder Polypen leiden, haben einen so genannten Paukenerguss. Dabei sammelt sich in der Paukenhöhle (im Mittelohr) hinter dem Trommelfell eine schleimige Flüssigkeit an, die die Schall-Leitung behindert. Hören die Kinder längere Zeit schlecht, kann das die Sprachentwicklung stören. Ein solcher chronischer Paukenerguss muss behandelt werden. Hierfür gibt es verschiedene Behandlungsmethoden:

Parazentese: Trocknet der Erguss nicht innerhalb von drei Monaten von selbst ab, oder liegt das Kind bereits in der Sprachentwicklung zurück, muss der Hals-Nasen-Ohren-Arzt operativ nachhelfen: mit einem kleinen Schnitt ins Trommelfell. Jetzt kann der Paukenerguss nach außen abfließen.

Polypen-Entfernung: Sind vergößerte Rachenmandeln die Ursache für den Erguss, müssen sie entfernt werden. Paukenröhrchen: Wenn sich immer wieder Flüssigkeit in der Paukenhöhle ansammelt, ist eine längerfristige „Drainage“ sinnvoll. Der Arzt steckt ein winziges „Lüftungsrohr“ in das Trommelfell, welches es ermöglich, dass der Erguss abfließen kann, und so das Mittelohr langsam trocken wird.

Diese Eingriffe werden in aller Regel ambulant in einer hierauf spezialisierten Tageklinik durchgeführt. Wenn das Kind nach der erforderlichen Kurz-Narkose aufwacht, spürt es kaum Schmerzen und kann nach wenigen Stunden wieder nach Hause.

Was es dabei zu beachten gilt, wie Sie Ihr Kind optimal vorbereiten und wie so ein Eingriff abläuft, lesen Sie hier.