Schnarchen

Kindliches Schnarchen.

Schnarchen ist bei Kindern nichts Ungewöhnliches, viele Eltern kennen das. Dennoch ist Vorsicht geboten – denn regelmäßiges Schnarchen sollte man ernst nehmen und vom Arzt abklären lassen. Denn die nächtlichen Atembeschwerden können Folgen für die Entwicklung des Kindes haben. Mehr als die Hälfte aller Kinder zwischen ein und vier Jahren schnarcht gelegentlich, acht Prozent davon jede Nacht. Die gute Nachricht: Den kleinen Schnarchern kann geholfen werden.

Ursache des nächtlichen Schnarchens kann die Blockade der oberen Atemwege sein, die durch eine vergrößerte Rachenmandel („Polypen“) hervorgerufen wird. Aber auch vergrößerte Gaumenmandeln können Schnarchen bei Kindern fördern. Die nächtlichen Atembeschwerden wirken sich für Kinder oft nachteilig aus: Schnarchende Kinder leiden nachts doppelt so häufig unter chronischem Husten. Außerdem sind sie überdurchschnittlich von Erkältungskrankheiten und Ohrinfektionen betroffen. In seltenen Fällen kann die nächtliche Atmungsstörung kleinen Kindern sogar so viel Kraft beim Atmen abverlangen, dass es zu Entwicklungsverzögerungen kommt. Schnarchen beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit der Kinder. Kinder brauchen Energie, damit sie konzentriert am Unterricht teilnehmen können und die liefert tiefer, ruhiger Schlaf. Wird der Schlaf dagegen durch Schnarchen beeinträchtigt, so wirkt sich das negativ auf ihre Leistungen aus. Als Folge der verminderten Sauerstoffzufuhr im Gehirn können Verhaltensstörungen und schlechte Noten auftreten: Wie amerikanische und deutsche Studien belegen, ist der Anteil der Kinder mit schlechten Schulleistungen in der Gruppe der Schnarcher fast doppelt so hoch.

Das Schnarchen lässt sich generell gut durch das Entfernen der Polypen behandeln. Sind die Gaumenmandeln ebenfalls stark vergrößert, so können sie mit Hilfe eines Lasers teilweise entfernt werden. Sollte Ihr Kind schnarchen, so kann Ihnen ein Facharzt des HNO-Zentrum Rheinneckar helfen. Dieser kann den Nasen- und Rachenraum Ihres Kindes genau untersuchen und eine geeignete Therapie vorschlagen.